Die Solaranlage der Offenbarungskirche

1987 regte Carl-Friedrich von Weizsäcker auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag einen weltweiten "Konziliaren Prozeß" für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung an.
Die Arbeitsgruppe Umwelt (AGU) und der gesamte Kirchenvorstand der Evang.-Luth. Offenbarungskirche in München Berg am Laim hat diese Anregung aufgenommen und 1997 mit der Errichtung einer Photovoltaik-Solaranlage auf dem Dach des Gemeindehauses in unserem Stadtteil ein Zeichen gesetzt.

 Die Technik

Zwanzig Solarmodule mit je circa einem Quadratmeter Fläche (1,31m x 0,66m) wurden von der Firma Solar Mende aus dem Münchener Osten Mitte Juni 1997 auf dem Süddach des Pfarrhauses installiert. Bei voller Sonneneinstrahlung gibt die gesamte Anlage circa 2.200 Watt ab. Der solar erzeugte Gleichstrom wird in Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt und in das öffentliche Netz eingespeist.

Die Finanzierung

Den finanziellen Grundstock für das Projekt bildete ein Zuschuß des Umweltreferates der Evang.-Luth. Landeskirche. Weitere Spenden der Firma BuS Elektonik GmbH München / Riesa, von Gemeindemitgliedern und Firmen aus Berg am Laim versetzten uns in die Lage, den Bau der Anlage durchzuführen. Die Gesamtkosten betrugen circa 16.000 €.

Der Ertrag

Bei durchschnittlicher Sonneneinstrahlung liefert die Anlage etwa 2.100 kW-Stunden im Jahr . Das Münchener Solarstrom-Programm garantierte ab 1.1.1996 für 10 Jahre eine Vergütung des eingespeisten Stromes von 1 € pro kW-Stunde. Mit diesen circa 2.100 € pro Jahr unterstützte die Kirchengemeinde unter anderem auch soziale Projekte im Stadtteil. Ab 2007 erfolgte eine jährliche Einspeisevergütung von rd. 1.050 €. Es ist zu erwarten, dass die Gemeinde am Ende der Laufzeit der Förderung durch die Stadt München einen Ertrag von 40.000 € erwirtschaftet haben wird.