Die Rogatekirche

Rogatekirche in Ramerdorf

 

Geschichte

Für den Bau der Rogatekirche konnte das ehemalige Gelände des Fußballclubs Schwarz-Weiß München an der Bad-Schachener-Straße erworben werden. Auf diesem wurde am 8. September 1963 unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit der Grundstein für das heutige Kirchenzentrum gelegt. Er befindet sich eingemauert unter der Schwelle zum Innenhof. Architekt der Rogatekirche war Prof. Werner Eichberg.
Am 20. Dezember 1964, dem vierten Adventssonntag, konnte das Kirchenzentrum eingeweiht werden.

Am 21. Oktober 1999 wurde die Rogatekirche in die Landesdenkmalliste aufgenommen.

2014-17 erfolgte ein großer Umbau der Rogatekirche zur Evangelischen Jugendkirche München. Die Gemeinde nutzte während der Umbauphase das Gebäude Achentalstr. 20 als Ausweichquartier.
Im April 2017 wurde die Kirche wieder eröffnet und wird seither in Kooperation mit der Evangelischen Jugend München (EJM) genutzt.

 

Beschreibung

Die Idee des Architekten Prof. Werner Eichberg war die „Feste Burg“ im Münchner Osten.
Zuflucht, Schutz und Schirm soll die Rogatekirche den Menschen bieten. Der schlanke Turm mit dem Kreuz ist ein Signal an die Umgebung. Wer über die Schwelle unter dem Turm hindurch in den Innenhof tritt, ist geborgen.

Ein großer Baum spendet Schatten und ein kleiner Brunnen lebendiges Wasser. Der Blick zum Himmel ist offen. Der ganze Bau ist aus Ziegeln gemauert. Das erinnert auch an die vielen Lehmgruben und Ziegeleien die es früher in der unmittelbaren Umgebung gab. Um den Innenhof reihten sich früher die Wohnungen für Pfarrer und Mesner. Heute werden die Räume zusammen mit der Evangelischen Jugend München (EJM) genutzt.

Im Inneren der Kirche tragen vier schlanke weiße Säulen ein gewaltiges Zeltdach. Darunter versammelt sich die Gemeinde. Ein mattschimmerndes Metallkreuz hinter dem Altar beherrscht die ganze Südwand. Die Lochziegelwände dienen der Akustik und sind auch Symbol dafür, dass „Gottes Geist weht wo er will“.

 

Glocken

Vier Glocken klingen vom Turm. Sie tragen folgende Schriftzüge:

    „O Land, Land, Land höre des Herren Wort!“

    „Wachet und betet!“

    „Lob Ehr und Preis sei Gott“

    „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe!“.

 

Orgel

Die Orgel in der Offenbarungskirche wurde 1968 von der Orgelbaufirma Gerhard Schmid aus Kaufbeuren für die Rogatekirche gebaut.
Sie besitzt 310 Pfeifen in 6 Registern mit 2 Manualen und Pedal.
Alle Manual-Register können wahlweise den beiden Manualen zugeordnet werden, zusätzlich gibt es noch Pedalkoppeln zu den Manualen.
Ein bauliche Besonderheit ist, dass die Holzpfeifen des Subbasses gleichzeitig als hintere Abschlusstüren dienen. Die Firma Schmid baute seit Mitte der 60-er Jahre insgesamt ca. 50 dieser Kleinorgeln in ähnlicher Ausführung, die in ganz Deutschland zum Einsatz kamen.