April 2022

Freitag, 29. April

Viele Tränen werden jeden Tag geweint, überall auf der Welt.
Im Psalm 30, 6 heißt es: „Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude!“
Ich will darauf vertrauen, dass der Psalmbeter recht hat. 
Und mich an dieser alten Geschichte von Eva und Adam festhalten:

Eva und Adam, werden aus dem Paradies vertrieben. Sie gehen so traurig und sind so unsäglich betrübt. Da erbarmt sich sogar der strenge Engel am Tor zum Garten über die beiden und übersieht freundlich, wie Eva sich noch schnell eine Ranke im Garten Eden bricht, damit sie ihr Haar zusammenbinden kann und eine kleine Erinnerung an die wunderbare Pracht im Paradies hat. Als ihr Mann später den ersten Acker in der Welt umbricht und bestellt, pflanzt Eva den Zweig aus dem Garten in die gelockerte Erde. Sie wärmt ihn mit dem Hauch ihrer Seufzer und begießt ihn mit ihren zahlreichen Tränen, bis er zu wachsen beginnt. Zuerst zeigen sich schmerzhafte Dornen, aber dann wunderbare Blüten, die an die Schönheit im Paradies erinnern.
So blüht das Leben jenseits von Eden auf, nicht ohne Klagen und Seufzer, nicht ohne Tränen und Dornen, und doch sind die wunderbaren Rosen die Zeichen der Schönheit Gottes und seiner Welt.

Verena Übler


Mittwoch, 27. April

„Wer wir waren“ sollte Roger Willemsens letztes Buch heißen. Er konnte es nicht mehr fertig schreiben. 2016 ist er gestorben. Im Juli 2015 jedoch hat er eine gesellschaftskritische Rede gehalten, die zentrale Gedanken dieses Buchs enthält – sein letzter öffentlicher Auftritt. Einen Gedanken aus dieser Rede möchte ich mit Ihnen teilen:
„Nein, die Fähigkeit zur Entzivilisierung ist uns nicht abhandengekommen. Sie ging mit der technischen Beherrschung einher: Wir wurden alles gleichzeitig, souveräner und ohnmächtiger, sicherer und instabiler, zielstrebiger und zerstreuter … Wie überkommen wirkt dagegen ein Begriff von Individualität, der sich durch die kontinuierliche Persönlichkeit auszeichnet, durch eine Fähigkeit, bei sich zu bleiben, folgerichtig zu sein, konsequent! Wie angejahrt scheinen da auch jene Verhaltensformen, die die künstlerische Hervorbringung ebenso wie die ideale Rezeption charakterisieren: Betrachten, Staunen, Versenken, Kontemplieren, Beeindrucken, Erschüttern.“
(Roger Willemsen: Wer wir waren, Frankfurt 2016, S. 44f.).

Felix Breitling


Montag, 25. April

Erinnerungszeichen

In vielen Städten gibt es sogenannte "Stolpersteine" - kleine Gedenktafeln aus Messing, auf denen die Daten von Menschen stehen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordert, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Der Künstler Günter Demnig hat dieses Projekt vor über 25 Jahren begonnen und mittlerweile sind fast 100.000 dieser Gedenktafeln in ganz Europa verlegt worden. Vielleicht ist Ihnen auch schon einmal so ein goldfarbenenes Täfelchen im Gehsteig aufgefallen?

In München gibt es ebenfalls einige Stolpersteine, sie dürfen aber aufgrund einer Stadtratsentscheidung nur auf privatem Grund verlegt werden.
Die Stadt München errichtet dafür Erinnerungszeichen in Form von Tafeln an Hauswänden oder Stelen vor den Häusern, in denen die verfolgten und ermordeten Menschen gelebt haben. Seit kurzem gibt es eine Web-app, über die die Standorte abgerufen werden können (https://map.erinnerungszeichen.de/). Man erfährt darüber einiges aus dem Leben der Betroffenen, es werden auch Fotos gezeigt.
Laut der Übersichtskarte sind bisher in Berg am Laim und Ramersdorf noch keine Erinnerungszeichen aufgestellt worden. In Berg am Laim gibt es jedoch einen Ort, an dem von 1941 bis 1943 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger vor ihrer Deportation in die Vernichtungslager interniert wurden. An dieses Lager wird immer im November mit einem Lichtergang erinnert, nahe der Pfarrkirche St. Michael steht an der Clemens-August-Straße ein Mahnmal.
Auf dem Berg am Laimer Kulturkanal "Kulturschneise" wurde nun eine sehenswerte Dokumention über das Sammellager mit dem Historiker Erich Kasberger veröffentlicht, sie kann auf YouTube unter diesem link angesehen werden.

Mathias Brandstätter


Freitag, 22. April

Unbezahlbar

Was ist unbezahlbar? Diese Frage hat den Künstler Johannes Volkmann einige Jahre lang umgetrieben. Er wollte Antworten von Menschen überall auf der Welt. Daher ist er einige Jahre lang mit einem Kunstprojekt herumgereist. Er hat lange Tische im öffentlichen Raum aufgestellt und mit weißen Papiertischdecken bezogen. Darauf standen Teller, ebenfalls mit weißem Papier umwickelt. Wer wollte, durfte auf die Teller oder gleich auf die Tischdecke schreiben, was für ihn/sie unbezahlbar ist. Manche Teller wurden dicht beschrieben, mit Erfahrungen, Träumen, Hoffnungen. Auf anderen stand nur ein Wort.
Mein Wort heute wäre: FRIEDEN.

Verena Übler


Mittwoch, 20. April

„Ich hör die Botschaft: Jesus lebt! Doch seh ich nur: Die Welt erbebt, weil Krankheit herrscht und Tod und Krieg. Wo find ich Jesu Ostersieg? Herr steh mir bei!

Ich hör die Botschaft: Jesus lebt! Ob dem nicht alles widerstrebt, was täglich unsere Welt bedroht: der Bosheit Trug, Gewalt und Not, Herr steh mir bei!“ (EG 558,1+2)

haben wir am Ostermontag gesungen. In den meisten Osterliedern ertönt ungeteilter österlicher Jubel. In dieses Lied mischt sich Zweifel. Wo find ich Jesu Ostersieg in dieser Welt des Krieges und der Gewalt? Ostern: Ob dem nicht alles widerstrebt…?
Ich kann diese Gedanken nachvollziehen. Ja, wir feiern Ostern mitten in einer unheilen Welt.

Für mich ist die Osterbotschaft von der Auferstehung eine Hoffnungsbotschaft des „Trotzdem“ und „Dennoch“. Ostern hat der Welt und dem Leben neue Vorzeichen gegeben. Mit Ostern stehen wir auf und setzen, wenn nötig, Protestzeichen: Hoffnung gegen Verzweiflung, Friede gegen Streit, Versöhnung gegen Hass. Ostern ist für mich jeden Tag - Dennoch und Trotzdem.

„Ich hör die Botschaft: Jesus lebt! Herr hilf, dass sich mein Herz erhebt aus Kummer, Zweifel, Angst und Leid! Mach es für deinen Trost bereit! Herr, steh mir bei!“ (EG 558, 3)

Felix Breitling


Montag, 18. April

"Brannte nicht unser Herz in uns..."
(Der Predigttext zum Ostermontag, Lukas 24,13–35)

Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.
Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Was denn?
Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist. Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden’s so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.
Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.
Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach’s und gab’s ihnen.
Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?
Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen.
Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.


Freitag, 15. April

Psalm 22

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Warum bist du so weit weg und hörst mein Stöhnen nicht?

Mein Gott! Den ganzen Tag rufe ich, doch du gibst mir keine Antwort. Ich rufe in schlaflosen Nachtstunden, aber ich finde keine Ruhe.

Du bist doch der heilige Gott! Dein Volk Israel lobt dich mit seinen Liedern.

Unsere Vorfahren haben dir vertraut und du hast ihnen immer wieder geholfen.
Zu dir schrien sie und wurden errettet.
Sie vertrauten dir und wurden nicht enttäuscht.

Wende dich jetzt nicht ab von mir! Groß ist meine Angst! Weit und breit gibt keinen, der mir hilft.

Gott, wende dich nicht länger von mir ab! Nur du kannst mir neue Kraft geben, komm mir schnell zu Hilfe!


Mittwoch, 13. April

Zwischen Kreuz und Auferstehung

heißt ein Lied, das ich in meinem Vikariat kennengelernt habe und das ich sehr schätze. Leider steht es nicht in unserem Gesangbuch. Aber hier können Sie es hören und den Text mitlesen:

Felix Breitling


Montag, 11. April

Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer

Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer nach zwei Jahren Haft noch kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet.
Zur Erinnerung an ihn steht heute hier sein Glaubensbekenntnis, das in dem längeren Text "Nach zehn Jahren"enthalten ist, den er zur Jahreswende 1942/43 an Freunde schrieb:

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft
überwunden sein.

Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

(Aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hg. von Eberhard Bethge, München: Chr. Kaiser Verlag 1951)

Mathias Brandstätter


Freitag, 8. April

Kraftquellen

Am letzten Sonntag haben die Konfirmand:innen den Gottesdienst in der Lätarekirche gestaltet. Am Tag zuvor haben sie ihn vorbereitet. Das Thema war: Abendmahl.

Wir haben uns der Bedeutung des Abendmahls genähert, indem wir über unsere Kraftquellen nachgedacht haben. Für die Jugendlichen standen in den letzten zwei Jahren Musik und der Kontakt zu Freund:innen auch unter erschwerten Bedingungen an erster Stelle. 

In verschiedenen biblischen Geschichten haben wir entdeckt, dass Jesus selbst für Menschen zur Kraftquelle wurde, so z.B. bei Zachäus oder bei der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde.

Und immer wieder spielt in diesen Geschichten das gemeinsame Essen eine wichtige Rolle. Brot und Wein werden miteinander geteilt und Jesus ist mittendrin dabei. 

Mittendrin dabei – oder, um es gut lutherisch auszudrücken: in, mit und unter Brot und Wein ist Jesus anwesend, wenn wir gemeinsam das Heilige Abendmahl feiern. Und wenn wir das glauben, kann es uns zur Kraftquelle werden. 

Im Gottesdienst haben drei Konfis dann anhand einer Geschichte aus unserer Zeit ausgeführt, dass ein „richtiges“ Abendmahl auch dann stattfinden kann, wenn keine Hostien und kein Wein im Spiel sind. Es ist die Geschichte vom Bäcker von Paris. Sie ist etwas länger, aber vielleicht haben Sie heute noch einen bißchen mehr Zeit für den „Gedanken zum Tag“.

Der Bäcker von Paris

An der Jakobstraße in Paris liegt ein Bäckerladen; da kaufen viele hundert Menschen ihr Brot. Der Besitzer ist ein guter Bäcker. Aber nicht nur deshalb kaufen die Leute des Viertels dort gern ihr Brot. Noch mehr zieht sie der alte Bäcker an: der Vater des jungen Bäckers. Meistens ist nämlich der alte Bäcker im Laden und verkauft.

Dieser alte Bäcker ist ein spaßiger Kerl. Manche sagen: Er hat einen Tick. Aber nur manche; die meisten sagen: Er ist weise, er ist menschenfreundlich. Einige sagen sogar: Er ist ein Prophet. 

Aber als ihm das erzählt wurde, knurrte er vor sich hin: „Dummes Zeug...“

Der alte Bäcker weiß, dass man Brot nicht nur zum Sattessen brauchen kann, und gerade das gefällt den Leuten. Manche erfahren das erst beim Bäcker an der Jakobstraße, zum Beispiel der Omnibusfahrer Frederic, der einmal zufällig in den Brotladen an der Jakobstraße kam. 

„Sie sehen sehr bedrückt aus“, sagte der alte Bäcker zum Omnibusfahrer.

„Ich habe Angst um meine kleine Tochter“, antwortete der Busfahrer Frederic.

„Sie ist gestern aus dem Fenster gefallen, vom zweiten Stock.“

„Wie alt?“ fragte der alte Bäcker. „Vier Jahre“, antwortete Frederic.

Da nahm der alte Bäcker ein Stück vom Brot, das auf dem Ladentisch lag, brach zwei Bissen ab und gab das eine Stück dem Busfahrer Frederic.

„Essen Sie mit mir“, sagte der alte Bäcker zu Frederic, „ich will an Sie und Ihre kleine Tochter denken.“

Der Busfahrer hatte so etwas noch nie erlebt, aber er verstand sofort, was der alte Bäcker meinte, als er ihm das Brot in die Hand gab. Und sie aßen beide ihr Brotstück und schwiegen und dachten an das Kind im Krankenhaus. Zuerst war der Busfahrer Frederic mit dem alten Bäcker allein. 

Dann kam eine Frau herein. Sie hatte auf dem nahen Markt zwei Tüten Milch geholt und wollte nun eben noch Brot kaufen. Bevor sie ihren Wunsch sagen konnte, gab ihr der alte Bäcker ein kleines Stück Weißbrot in die Hand und sagte: „Kommen Sie, essen Sie mit uns: Die Tochter dieses Herrn liegt schwer verletzt im Krankenhaus – sie ist aus dem Fenster gestürzt. Vier Jahre ist das Kind. Der Vater soll wissen, dass wir ihn nicht allein lassen.“ 

Und die Frau nahm das Stück Brot und aß mit den beiden. 

So war das oft in dem Brotladen, in dem der alte Bäcker die Kunden bediente.

Verena Übler


Mittwoch, 6. April

Heute habe ich die Offene Kirche ausnahmsweise etwas früher zugeschlossen, weil ich weg musste.
Und just in dem Moment kam eine Frau vorbei, die noch in die Kirche wollte.
„Schließen Sie gerade ab?“
„Ja, aber Sie können gerne noch rein. Ich lasse für Sie noch auf.“
Ihre Antwort war: „Nein, nein, kein Problem. Beten kann man ja überall.“
„Beten kann man ja überall.“
Über diesen Satz habe ich dann noch eine Weile nachgedacht und bin mit ihm dann in die U-Bahn gestiegen.
Danke für diesen Gedanken zum Tag. Und in Zukunft bleibt die Kirche auch wirklich bis 19.00 Uhr geöffnet.

Felix Breitling


Montag, 4. April

Monatsspruch April

Monatsbild April 2022
Bildrechte: Therese Sarrazin

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen.
Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. (Johannes 20, 18)

Im Monatskalender der Foto AG ist zu diesem Monatsspruch das nebenstehende Foto abgebildet, das Therese Sarrazin auf Santorin gelungen ist.
Man kann darauf eine große Ansammlung von Menschen erkennen, die alle auf das Meer schauen. Sie sind wohl hierher gekommen, um den Sonnen-Aufgang (oder Untergang) anzusehen. Die Sonne selbst ist hinter dem linken Bildrand verborgen ist, aber das Licht, das von ihr ausgeht, erhellt die ganze Szene.
Ein schönes Bild, das viel Ruhe und Wärme ausstrahlt und zeigt, wie Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Nationen friedlich zusammenstehen und gemeinsam diesen Moment genießen.  

Mathias Brandstätter


Freitag, 1. April

Zuversicht

Evangelisches Gesangbuch Nr. 153:

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt,
wenn einst Himmel und Erde vergehen.

Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr,
wenn die Herren der Erde gegangen.

Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid,
wo Gewalttat und Elend besiegt sind.

Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt 
und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, 
wenn die Liebe das Leben verändert.

Kurt Marti
 

Verena Übler