Lesung zum 76. Todestag von Sophie Scholl am 22. Februar

"Damit wir uns nicht verlieren" - Buchcover
Bildrechte: Fischer Taschenbuch 2008

Freitag, 22. Februar, 19:30 Uhr in der Offenbarungskirche:
"Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel 1937-1943"

Zusammenstellung und Einführung:
Kirchenrat Dr. Björn Mensing, Pfarrer und Historiker (Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau)

Lesung aus den Briefen:
Theresa Braun und Philipp Schulze

Musikalische Umrahmung:
Sabine Hübner (Flöte) und Christian Leyh (Gitarre)

Der Eintritt ist frei.


Erst 2005 wurde der bewegende Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel aus den Jahren 1937 bis 1943 unter dem Titel „Damit wir uns nicht verlieren“ veröffentlicht. Bald erschien davon auch eine Taschenbuchausgabe.
Der Briefwechsel macht deutlich, dass Sophie Scholl, bei allen außergewöhnlichen Charakterzügen, eine ganz normale junge Frau war. Das Ringen zweier sehr unterschiedlicher junger Menschen um eine gelungene Liebesbeziehung ist vielleicht das Anrührendste, was diesen Briefwechsel auszeichnet. Zum anderen spiegeln die Briefe den Alltag junger Menschen unter der NS-Diktatur wider. Die philosophischen und religiösen Fragen, mit denen sich Sophie Scholl und Fritz Hartnagel auseinandergesetzt haben, werden deutlich, wie auch Sophies Weg von der BDM-Führerin zur Widerstandskämpferin und ihr Einfluss auf den vier Jahre älteren Freund, der als Berufsoffizier durch manche Konflikte hindurch zu einer kritischen Haltung zu Soldatentum und Krieg fand – und in den letzten Kriegstagen nur knapp der Hinrichtung wegen Befehlsverweigerung entging.

Im Anschluss an die Lesung berichtet die zwanzigjährige Schauspielerin Theresa Braun aus der Theatergruppe der Evangelischen Jugend München, was die intensive Beschäftigung mit der Biographie und den Texten von Sophie Scholl für sie bedeutet.